Hohensaaten

HohensaatenHohensaaten Dorf

Ortsvorsteher: 
Bernd Pliquett
An der Pforte 4 
16248 Bad Freienwalde (Oder)

Ortsbeirat: Anzahl der Mitglieder: 3, davon sind 3 stimmberechtigt   
Hohensaaten ist seit dem 01.01.2009 ein Ortsteil der Stadt Bad Freienwalde (Oder).

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1258. Namen aus Urkunden zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert sind: "Saten", Sathen, Sathann" und auch "Zaten". Unter dem Namen Sathen wird der Ort 1356 bei einem Grenzstreit des Klosters Zehden erwähnt. Der Ursprung von Hohensaaten geht auf ein Rundlingsdorf zurück, welches vermutlich eine slawische Siedlung war. Wald, Wiesen und Wasser boten den Bewohnern eine gute Lebensgrundlage. Die Haupterwerbsquelle war aber der Fischfang in der Oder. Um die Kirche entstanden in Hufeisenform Gehöfte, deren Bewohner Fischer waren. Eigentümer des Dorfes war von 1356 bis 1375 der Ritter Hermann zu Wulkow. Später gehörte der Ort zur Burg beziehungsweise zum Ort Oderberg. Mit der Gründung des Amtes Neuendorf wurde Hohensaaten diesem Ort zugeschlagen. Mit Neuendorf kam es schließlich zum Joachimsthalschen Schulamt.   Nach dem 30 jährigen Krieg, in dem das Dorf zerstört wurde, erbauten die Einwohner 1687 eine kleine Fachwerkkirche mit einem niedrigen Turm. Die heutige Kirche wurde 1858-1860 nach Plänen des königlichen Baumeisters August Stüler mit Feldsteinen und Backsteinen erbaut. Durch die Meliorationsarbeiten an der Oder, wo Hohensaaten Hauptsitz der Kommission für die Ausführung der Nieder-Oderbruch-Melioration war, wurde den Fischern, deren man 1805 noch 18 zählte, der Erwerb genommen. Als Ersatz wurde der Tabakanbau eingeführt. Gegen die häufigen Überflutungen des Oderbruchs infolge Wasserrückstau von der Ostsee, wurden von 1849-1859 nach dem Heuerschen Plan Wasserbaumaßnahmen durchgeführt. Es kam zum Bau der ersten Schleuse und des Wehres. Seither prägt die Binnenschifffahrt den Ort und es entwickelten sich Handwerk und Gewerbe. 1910-1913 wurde die erste Schleuse zugeschüttet und zwei neue Schleusen angelegt, um dem gestiegenen Schiffsverkehr Rechnung zu tragen. Außerhalb von Hohensaaten prägt die Kiesgrube das wirtschaftliche Bild.   Für die 698 Einwohner(31.12.2011) und die Besucher des freundlichen und gepflegten Ortes ist immer wieder die Lage direkt am Wasser faszinierend. Die Hohensaaten- Friedrichsthaler- Wasserstraße und die Oder laden zu vielen Aktivitäten ein. Bekannt und beliebt ist Hohensaaten vor allem bei den zahlreichen Wassersportlern, nicht nur aus dem Land Brandenburg, die auf dem Wasserwege den Ort erleben. Insbesondere seit der Modernisierung der Schleusenanlage. Fracht- und Personenschiffe sowie Sportboote gelangen problemlos von der Hohensaaten Friedrichsthaler Wasserstraße in die Oder. Prunkstück des Dorfes ist die neugotische Dorfkirche, die Mitte des letzten Jahrhunderts von Friedrich August Stühler, einem Schüler von Karl Friedrich Schinkel erbaut wurde.  

Kurz und Kompakt

  • 1258 - erstmalig urkundlich Gralizen erwähnt 
  • 1356-75 - neuer Eigentümer Ritter Herrmann zu Wulkow 
  • 1858-60 - evgl. Kirche im neugotischen Stil errichtet 
  • 1906-26 - Errichtung der Hohensaaten- Friedrichsthaler Wasserstraße 
  • 1910-13 - 2 neue Schleusen wurden angelegt 
  • 2004 - Auszeichnung: „Nationalpark-Gemeinde“
  • 2008 - Eingemeindungsvertrag unterschrieben   

Bekannt und beliebt ist Hohensaaten vor allem bei den zahlreichen Wassersportlern, nicht nur aus dem Land Brandenburg, die auf dem Wasserwege den Ort erleben.

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